Paddy - unser Maskottchen!

Veröffentlicht am Donnerstag, 8 Januar, 2009 um 11:18 von volker.
Kategorien:Allgemein.

“Paddy” ist das etwas groß geratene Maskottchen von McHurt. Er ist wahrscheinlich der einzige historische Gefängniswagen dieser Art in Europa und wurde bereits vor Jahren von Mrs. McHurt in einer Oldtimer-Sammlung entdeckt.. Er eroberte sofort ihr Herz und fand ein neues Zuhause.

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“Paddy” heisst in Amerika umgangssprachlich Polizeiwagen. Unser Paddy wurde 1928 zur Zeit der Prohibition gebaut.

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Zu dieser Zeit war dort Alkohol verboten, was aber die Herstellung und den Konsum nicht verhindern konnte. Aus dem illegalen Alkoholhandel entwickelten sich kriminelle Banden, die um die Marktvorherschaft kämpften und sich heftige Schießereien lieferten. Aus dieser Zeit stammt auch der Mythos berüchtigter Gefängnisse wie Alcatraz. Einer der wohl bekanntesten Gangsterbosse jener Zeit war Al Capone. Paddy war in dieser Zeit häufig im Einsatz, um festgenommene Alkoholsünder zum Verhör auf die Polizeiwache und anschließend direkt ins Gefängnis zu bringen.
Technisch ist Paddy ein Ford Modell A mit Sonderkarosserie. Er hat einen 4-Zylinder-Motor mit 3,0 Litern Hubraum und 34 PS, die eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 70 km/h ermöglichen. Allerdings ist es keine große Freude, so schnell mit ihm zu fahren. Das hohe Gewicht des Aufbaus auf einem eigentlich für PKWs gedachten Fahrgestell in Verbindung mit seinem Alter lassen sein Fahrverhalten für heutige Verhältnisse eher schwammig wirken.
Henry Ford war als Gründer der Ford-Werke in Detroit der Pionier des serienmäßigen Automobilbaus. Seine Fließband-Produktion machte Automobile für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich und sorgte damit erst für den endgültigen Durchbruch des Autos in Amerikas Straßenbild und der Welt. Die legendäre “ThinLizzy”, ein Ford Modell T, war das weltweit erste am Fließband produzierte Auto. Der Nachfolger des Ford Modell T war das Modell A, aus dessen frühen Modelljahren Paddy stammt. Es wurden nur sehr wenige Gefängniswagen dieser Art gefertigt, da der Transport in so einer offenen, fahrenden Gefängniszelle bald als entwürdigend angesehen wurde und außerdem ein hohes Sicherheitsrisiko darstellte, da verhaftete Verdächtige gelegentlich noch während des Transports von Rivalen oder Mitgliedern der eigenen Banden erschossen wurden, um sie am “auspacken” zu hindern. Nach wenigen Jahren wurden solche Fahrzeuge deshalb mit geschlossenen Aufbauten auf größeren Fahrgestellen gebaut.

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Paddy kam nach dem zweiten Weltkrieg durch Initiative eines Oldtimerfreundes nach Europa. Nach zehnjährigem Aufenthalt in einem niederländischen privaten Automobil-Museum erwarb ein Sammler aus Nordrhein-Westfalen das geschichtsträchtige Fahrzeug. Als dieser aus gesundheitlichen Gründen seine Sammlung auflösen musste, wurde Paddy von Mrs. McHurt entdeckt und in Ihre Obhut genommen.

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Um gleich Enttäuschungen vorzubeugen: Paddy ist ein wenig altersschwach und sehr häuslich. Daher müssen leider in aller Regel Anfragen abgelehnt werden, die Paddy für Hochzeiten oder Veranstaltungen mieten möchten. Das einzige, was Paddy sich in seinen alten Tagen noch vorstellen kann, ist, eine Hauptrolle in einem Film oder Musikvideo zu übernehmen. Aber hierzu bedarf es sicherlich sehr sorgfältiger Absprachen mit Mrs. McHurt!